Inhaltsverzeichnis:
- Frank Thelen als Motor hinter dem Schloss-Deal
- Musk und Thelen planen Hightech-Projekt mit Universität Bonn
- Guido Déus mit Kritik und Alternativvorschlägen
- Musk trifft heute in Bonn ein
Frank Thelen als Motor hinter dem Schloss-Deal
Hinter dem milliardenschweren Deal steht der Bonner Investor Frank Thelen. Er initiierte das Projekt und brachte Musk mit der Stadt Bonn in Verbindung. Im Gespräch mit RBRS erklärte Thelen, dass seine Begeisterung für Technologie und seine persönliche Verbindung zu Musk ihn zu diesem Schritt bewegt hätten. Er wusste, dass Musk ein Faible für Europa und beeindruckende Architektur hat. So fiel seine Wahl auf das barocke Poppelsdorfer Schloss.
Thelen betonte, dass er finanziell nicht vom Verkauf profitiert. Ihm gehe es allein um die Sache. Gleichzeitig brachte er die Idee ein, den Telekom Dome in „Musk-Stadion“ umzubenennen. Voraussetzung dafür sei die Zustimmung des Telekom-Chefs Tim Höttges. Der Vorschlag soll auch ein Schritt in Richtung Sponsoring für die Telekom Baskets sein.
Musk und Thelen planen Hightech-Projekt mit Universität Bonn
Ein zentrales Vorhaben im Zusammenhang mit dem Schlosskauf ist ein gemeinsames Forschungsprojekt mit der Universität Bonn. Ziel ist ein technologischer Quantensprung in der Entwicklung neuer Chipsysteme. Dazu wollen Musk und Thelen sogenannte „seltene Erden“ wie Lithium oder Mangan synthetisch erzeugen. Das würde den umweltschädlichen Abbau dieser Materialien weltweit reduzieren.
Die Universität Bonn, als anerkannte Exzellenz-Universität, soll eine Schlüsselrolle in diesem Projekt übernehmen. Die Vision: Bonn als globales Zentrum für seltene Erden und Mikrochips. Thelen beziffert das wirtschaftliche Potenzial des Projekts auf mehrere Billionen US-Dollar.
Guido Déus mit Kritik und Alternativvorschlägen
Politische Reaktionen auf den Kauf ließen nicht lange auf sich warten. Der CDU-Landtagsabgeordnete Guido Déus äußerte sich grundsätzlich positiv zum Interesse Musks. Dennoch stellte er die Fähigkeit Bonns infrage, ein derart komplexes Projekt umzusetzen. Im Gespräch mit RBRS sagte er, die Stadt sei möglicherweise nicht „pfiffig genug“ dafür.
Déus, der im Herbst für das Amt des Oberbürgermeisters kandidiert, brachte eine alternative Idee ins Spiel. Er schlug vor, die „Mission Mars“ von Musk aus Bonn zu koordinieren. Die Nähe zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie ein großes ungenutztes Gelände in Bonn könnten dafür genutzt werden.
Musk trifft heute in Bonn ein
Elon Musk wird heute um 17 Uhr persönlich am Poppelsdorfer Schloss erwartet. Bisher kennt er das Gebäude nur aus Videotelefonaten mit Frank Thelen. Sein Besuch gilt als erster Schritt zur Umsetzung der Pläne. Die Erwartungen sind hoch – bei Stadt, Universität und Politik gleichermaßen.
- Kaufsumme: 650 Millionen Euro
- Empfänger: Land NRW, Investition in E-Mobilität
- Ziele: Chipentwicklung, synthetische Rohstoffe, Hightech-Forschung
- Partner: Universität Bonn, Frank Thelen
- Potenzielle Namensänderung: Telekom Dome zu „Musk-Stadion“
Das Projekt steht am Anfang – doch es könnte Bonn tiefgreifend verändern.
Quelle: Radio Bonn