Inhaltsverzeichnis
- Universität Bonn
- Dr. Dominic Lemken
- Kameras und Software
- Humanoid Robots Lab
- Finanzierung und Nutzung
Universität Bonn
Der Standort liegt im Gebäudekomplex Am Probsthof. Von außen gibt es keine Hinweise. Keine Werbung. Keine Logos. Zutritt erhalten nur ausgewählte Probandinnen und Probanden, die an Studien teilnehmen. Sie bewegen sich frei zwischen den Regalen. Jede Auswahl wird systematisch erfasst. Ziel ist eine realistische Abbildung des Einkaufsverhaltens unter Alltagsbedingungen. Weitere universitäre Projekte zeigen die Bandbreite der Forschung, mehr hier.
Dr. Dominic Lemken
Der Leiter des Labor-Supermarkts ist Junior-Professor Dr. Dominic Lemken. Er erklärt den Versuchsaufbau an der Kasse. Dort liegt üblicherweise sogenannte Quengelware. Im Labor-Supermarkt wird geprüft, wie sich der Austausch von Süßigkeiten durch Obst auf Kaufentscheidungen auswirkt. Ein bekanntes Ergebnis wird bestätigt. Liegen Bananen nahe der Kasse, steigen die Verkäufe um rund 33 Prozent. Untersucht werden außerdem Platzierung, Verpackung und Gestaltung von Produkten mit weniger Fett, Zucker oder Salz sowie nachhaltig erzeugte Waren trotz höherer Preise.
- Fokus auf gesundheitsorientierte Produkte
- Fokus auf nachhaltige Erzeugung
- Analyse von Preisakzeptanz
Kameras und Software
Die Erhebung erfolgt mit Kameras. Eine spezielle Software verhindert die Identifizierung einzelner Personen. Sichtbar sind nur Silhouetten. Erfasst wird ausschließlich, wie viele Teilnehmende Variante A oder B wählen. Die Methode gilt als belastbarer als Umfragen. Sie ergänzt frühere Tests mit virtuellen Supermärkten, die am Bildschirm durchgeführt wurden. Der reale Laden erhöht die Nähe zum tatsächlichen Kaufverhalten. Digitale Kompetenzen spielen dabei eine zentrale Rolle, ähnlich wie bei der deutschen Meisterschaft junger Computer-Hacker in Bonn.
Humanoid Robots Lab
Auch Robotik spielt eine Rolle. Forschende des Humanoid Robots Lab testen das Beladen der Regale durch Maschinen. Prof. Dr. Maren Bennewitz untersucht effiziente und kundenorientierte Abläufe. Doktorand Nils Dengler analysiert bevorzugtes Roboterverhalten. Die Ergebnisse fließen in Anwendungen für Supermärkte sowie in häusliche Umgebungen wie Haushaltshilfen und Pflege.
Finanzierung und Nutzung
Der Betrieb dient nicht der Einnahmeerzielung. Teilnehmende erhalten Gutscheine. Die ausgewählten Produkte dürfen sie mitnehmen. Überschüsse nahe dem Mindesthaltbarkeitsdatum gehen an Tafeln oder Hilfsinitiativen. Beteiligt an der Anschubfinanzierung sind mehrere Einrichtungen der Universität Bonn. Dazu zählen die Agrar-, Ernährungs- und Ingenieurwissenschaftliche Fakultät, die Transdisziplinären Forschungsbereiche Modelling TRA 1 und Sustainable Futures TRA 6, das Humanoid Robots Lab sowie das Centre for Artificial Intelligence and Neuroscience.
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FAQ
Was ist der Labor-Supermarkt der Universität Bonn?
Der Labor-Supermarkt ist ein wissenschaftlicher Selbstbedienungsladen auf dem Campus der Universität Bonn, der ausschließlich für Forschungszwecke genutzt wird und keine kommerziellen Ziele verfolgt.
Wer darf im Labor-Supermarkt einkaufen?
Zutritt haben ausschließlich ausgewählte Probandinnen und Probanden, die an wissenschaftlichen Studien der Universität Bonn teilnehmen.
Welche Forschungsfragen werden im Labor-Supermarkt untersucht?
Untersucht werden unter anderem der Einfluss von Produktplatzierung, Verpackung und Kaufanreizen auf gesundheits- und nachhaltigkeitsorientierte Kaufentscheidungen.
Wie werden die Einkaufsentscheidungen erfasst?
Die Erfassung erfolgt durch Kameras und spezielle Software, die nur anonymisierte Silhouetten erkennt und keine Identifizierung einzelner Personen ermöglicht.
Welche Rolle spielen Roboter im Labor-Supermarkt?
Forschende des Humanoid Robots Lab testen, wie Roboter Regale effizient und kundenorientiert beladen können, um dieses Wissen auf Supermärkte und häusliche Anwendungen zu übertragen.
Quelle: GABOT, MILEKCORP