Dienstag, 23 Dezember 2025 22:15

Umfassende Änderungen ab 2026

Neue Regeln ab 2026 verändern Einkommen,Preise und staatliche Leistungen. Neue Regeln ab 2026 verändern Einkommen,Preise und staatliche Leistungen. Foto: Pixabay / Lizenz: Pixabay

Zum Beginn des Jahres 2026 treten zahlreiche gesetzliche Anpassungen in Kraft. Sie betreffen Löhne, Steuern, Sozialleistungen, Mobilität sowie organisatorische Pflichten. Viele Regelungen greifen sofort, andere im Jahresverlauf. Die Reformen wirken sich direkt auf Einkommen, Ausgaben und staatliche Leistungen aus. Der Schwerpunkt liegt auf finanziellen Anpassungen für Beschäftigte, Familien und Rentnerinnen und Rentner. Gleichzeitig steigen in mehreren Bereichen Kosten. Neue Pflichten kommen hinzu. Die Bundesregierung verbindet finanzielle Entlastungen mit strukturellen Änderungen.

Inhaltsverzeichnis:

Mindestlohn und Ausbildung

Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro pro Stunde. Millionen Beschäftigte profitieren von der Anpassung. Auch Auszubildende erhalten höhere Mindestvergütungen, die bundesweit gelten und gesetzlich festgelegt sind.

Die monatlichen Mindestsätze staffeln sich nach Ausbildungsjahr:

  • 1. Lehrjahr: 724 Euro
  • 2. Lehrjahr: 854 Euro
  • 3. Lehrjahr: 977 Euro
  • 4. Lehrjahr: 1.014 Euro

Parallel steigt die Minijob-Grenze von 556 auf 603 Euro im Monat. Die Anpassung ist direkt an den Mindestlohn gekoppelt und ermöglicht höhere Einkommen ohne zusätzliche Sozialabgaben.

Mobilität und Pendler

Das Deutschlandticket wird erneut teurer. Ab Januar kostet das bundesweit gültige Abo für den Regional- und Nahverkehr 63 Euro pro Monat. Zuvor lag der Preis bei 58 Euro. Nach Branchenangaben nutzen rund 14 Millionen Menschen das Ticket.

Für Berufspendler gibt es zugleich eine dauerhafte Entlastung. Die Pendlerpauschale steigt auf 38 Cent pro Kilometer ab dem ersten Kilometer. Zuvor galten für die ersten 20 Kilometer nur 30 Cent. Die Regelung betrifft Arbeitswege in ganz Deutschland.

Die steuerliche Änderung ergänzt lokale Verkehrsdebatten, etwa rund verbesserte Fahrradstraßen und neue Mobilitätskonzepte in Städten.

Steuern und Renten

Der steuerliche Grundfreibetrag steigt auf 12.348 Euro. Einkommen bis zu dieser Grenze bleibt steuerfrei. Gleichzeitig erhöht sich der Kinderfreibetrag auf 9.756 Euro pro Kind. Beide Anpassungen gelten für das gesamte Steuerjahr.

Rentnerinnen und Rentner können ab dem 1. Juli 2026 mit höheren Zahlungen rechnen. Die geplante Rentenanpassung liegt laut Entwurf bei rund 3,7 Prozent. Der endgültige Wert wird im Frühjahr festgelegt.

Über die genaue Höhe entscheidet das Bundeskabinett, abhängig von Konjunktur und Lohnentwicklung.

Sozialabgaben und Krankenversicherung

Gutverdiener zahlen künftig höhere Sozialabgaben. In der gesetzlichen Rentenversicherung steigt die Beitragsbemessungsgrenze auf 8.450 Euro monatlich. In der Kranken- und Pflegeversicherung liegt sie künftig bei 5.812,50 Euro.

Zusätzlich erhöhen viele Krankenkassen ihre Zusatzbeiträge. Laut Verivox haben 31 Krankenkassen bereits Anpassungen angekündigt. Bei der Techniker Krankenkasse steigt der Zusatzbeitrag auf 2,69 Prozent, bei der DAK-Gesundheit auf 3,2 Prozent.

Millionen Versicherte müssen dadurch mit höheren Abzügen rechnen.

Familien und Betreuung

Das Kindergeld erhöht sich zum 1. Januar um vier Euro. Es beträgt künftig 259 Euro pro Monat. Die Zahlung erfolgt weiterhin einheitlich für alle Kinder.

Ab dem Schuljahr 2026/2027 erhalten zunächst alle Erstklässler einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung. Der Anspruch wird jährlich um eine Klassenstufe ausgeweitet.

Ziel ist es, Betreuungslücken zu schließen. Erfahrungen aus lokalen Betreuungsinitiativen zeigen den bestehenden Bedarf.

Grundsicherung und Sanktionen

Das Bürgergeld wird künftig Grundsicherung genannt. Gleichzeitig werden die Sanktionen verschärft. Wer Termine im Jobcenter ohne wichtigen Grund versäumt oder eine Arbeitsaufnahme verweigert, muss schneller mit Kürzungen rechnen.

  • 30 Prozent Kürzung bei Pflichtverletzungen
  • 30 Prozent Kürzung ab dem zweiten verpassten Termin
  • Vollständige Streichung ab dem dritten Termin

Das Gesetz soll größtenteils zum 1. Juli 2026 in Kraft treten. Der Entwurf wird zuvor im Bundestag und Bundesrat beraten.

Weitere wichtige Neuerungen

Weitere gesetzliche Änderungen betreffen unterschiedliche Lebensbereiche:

  • Aktivrente mit bis zu 2.000 Euro steuerfreiem Hinzuverdienst pro Monat
  • Dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie auf 7 Prozent
  • Lachgas-Verbot für Minderjährige ab voraussichtlich April 2026
  • Wiedereinführung der Wehrerfassung für alle 18-Jährigen
  • Euro-Einführung in Bulgarien zum 1. Januar mit festem Kurs von 1,95583 Lew

Zusätzlich endet die Umtauschfrist für Führerscheine aus den Jahren 1999 bis 2001 am 19. Januar. Die Gebühr liegt bei rund 25 Euro. Außerdem wird der Schufa-Score transparenter. Verbraucher können ihn künftig digital und kostenlos einsehen.

Die Vielzahl der Reformen verändert finanzielle Spielräume und Verwaltungsabläufe. Das Jahr 2026 bringt für Bürgerinnen und Bürger zahlreiche spürbare Anpassungen.

Quelle: Die Glocke

FAQ

Wann tritt der neue Mindestlohn in Kraft?

Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro pro Stunde.

Wie hoch ist die neue Minijob-Grenze?

Ab Januar 2026 liegt die monatliche Minijob-Grenze bei 603 Euro statt bisher 556 Euro.

Was kostet das Deutschlandticket ab 2026?

Der Preis für das Deutschlandticket steigt auf 63 Euro pro Monat und gilt weiterhin bundesweit im Regional- und Nahverkehr.

Wie verändert sich die Pendlerpauschale?

Die Pendlerpauschale beträgt dauerhaft 38 Cent pro Kilometer ab dem ersten Kilometer.

Wie hoch ist der neue steuerliche Grundfreibetrag?

Der steuerliche Grundfreibetrag steigt auf 12.348 Euro pro Jahr.

Wann erfolgt die Rentenerhöhung?

Die Rentenanpassung ist zum 1. Juli 2026 vorgesehen und liegt voraussichtlich bei rund 3,7 Prozent.

Was ändert sich bei den Sozialabgaben für Gutverdiener?

Die Beitragsbemessungsgrenze steigt auf 8.450 Euro in der Rentenversicherung und auf 5.812,50 Euro in der Kranken- und Pflegeversicherung.

Wie hoch ist das Kindergeld ab 2026?

Das Kindergeld beträgt ab dem 1. Januar 2026 monatlich 259 Euro pro Kind.

Wann beginnt der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung?

Ab dem Schuljahr 2026/2027 haben zunächst alle Erstklässler einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung.

Was bedeutet die Umbenennung von Bürgergeld zu Grundsicherung?

Das Bürgergeld heißt künftig Grundsicherung und ist mit strengeren Sanktionen bei Pflichtverletzungen verbunden.

Was ist die Aktivrente?

Die Aktivrente erlaubt Rentnerinnen und Rentnern einen steuerfreien Hinzuverdienst von bis zu 2.000 Euro monatlich.

Bis wann müssen alte Führerscheine umgetauscht werden?

Führerscheine aus den Jahren 1999 bis 2001 müssen bis zum 19. Januar umgetauscht werden.

Was ändert sich beim Schufa-Score?

Der Schufa-Score kann künftig digital und kostenlos eingesehen werden und basiert auf einem transparenteren Punktesystem.

Informationen

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