Inhaltsverzeichnis:
- Moon Safari live mit Godin und Dunckel
- Fehlen von Beth Hirsch beeinflusst Songqualität
- Zugabe mit Titeln aus drei Alben
- 25 Jahre „10.000 Hz Legend“ im Blick
Moon Safari live mit Godin und Dunckel
Nicolas Godin und Jean-Benoît Dunckel spielten das komplette Album „Moon Safari“ in Original-Reihenfolge – ein Konzept, das beim Publikum sofort Wirkung zeigte. Die größten Hits wie „La Femme d’argent“, „Sexy Boy“, „All I Need“ und „Kelly Watch The Stars“ wurden gleich zu Beginn präsentiert und sorgten für einen emotionalen Einstieg.
Die beiden Musiker, begleitet von Schlagzeuger Louis Delorme, traten komplett in Weiß gekleidet auf. Sie befanden sich während der ersten Albumhälfte in einer langen, weißen Kapsel auf der Bühne. Die Lichtshow erinnerte an Werke von Stanley Kubrick und verstärkte die futuristische Ästhetik der Performance.
Im Publikum herrschte von Anfang an Faszination. Paare lagen sich in den Armen, schlossen die Augen und ließen sich von den Synthesizerklängen treiben. Die Kompositionen, erzeugt mit Vintage-Geräten der Marken Kund Moog sowie Gitarre und Bass, schufen eine hypnotische Klanglandschaft.
Fehlen von Beth Hirsch beeinflusst Songqualität
Ein Kritikpunkt an der ansonsten hochgelobten Show war das Fehlen von Sängerin Beth Hirsch. Die Amerikanerin hatte dem Originalalbum mit ihrer Stimme auf Stücken wie „All I Need“ und „You Make It Easy“ einen besonderen Charakter verliehen.
Da Hirsch heute nicht mehr Teil der Live-Auftritte ist und auch keine Ersatzstimme eingesetzt wurde, blieb insbesondere „All I Need“ in der Live-Version hinter den Erwartungen zurück. Die Männerstimmen von Godin und Dunckel, die über Vocoder verfremdet wurden, konnten den Zauber der Originalaufnahmen nicht vollständig einfangen.
Trotzdem blieb die Stimmung im Publikum positiv. Die musikalische Qualität und die stilvolle Präsentation des Duos kompensierten den stimmlichen Mangel weitgehend.
Zugabe mit Titeln aus drei Alben
Nach den zehn Songs des „Moon Safari“-Albums kehrten die drei Musiker für eine zweite Runde auf die Bühne zurück und spielten neun weitere Titel aus späteren Veröffentlichungen. Die zweite Hälfte des Abends war energiegeladener und sorgte für einen stimmungsvollen Abschluss.
Zu den Höhepunkten gehörten:
- „Cherry Blossom Girl“
- „Highschool Lover“
- „Electronic Performers“ (als Finale)
Die Show endete nach insgesamt 100 Minuten mit tosendem Applaus. Die Fans verließen das Gelände entspannt und inspiriert – ein Zeichen dafür, dass Air mit ihrer Mischung aus Retro-Pop und elektronischer Raffinesse einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatte.
25 Jahre „10.000 Hz Legend“ im Blick
Aktuell ist keine neue Musik des Duos angekündigt. Beide Musiker verabschiedeten sich lediglich mit einem ins Mikro gehauchten „Merci“. Doch das nächste Jubiläum steht bereits bevor: 2026 feiert das Album „10.000 Hz Legend“ sein 25-jähriges Bestehen.
Viele Fans hoffen bereits jetzt auf eine ähnliche Konzertreise wie bei „Moon Safari“. Die perfekte Kombination aus Klang, Licht und Emotion hat erneut gezeigt, welche Wirkung Air auf ihre treue Zuhörerschaft ausübt – auch drei Jahrzehnte nach ihrem Debüt.
Quelle: EXPRESS, YouTube, www.patizonet.com/de/