Inhaltsverzeichnis:
- Hotspot Bonn-Bad Godesberg
- Meldungen aus Köln, Bonn und dem Umland
- Änderungen bei der Bekämpfung
- Warnung vor unseriösen Schädlingsbekämpfern
Hotspot Bonn-Bad Godesberg
In Bonn-Bad Godesberg wurden in kurzer Zeit mehrere Nester gefunden, die teilweise noch bewohnt sind. Maresch muss oft warten, bis Primärnester verlassen sind, bevor er Sekundärnester entfernt. Andernfalls müsste er doppelt anrücken. Die Nester erreichen in der Hochsaison mehrere Tausend Bewohnerinnen. Ein Vorfall in einer Hecke zeigte die Gefahr deutlich: Eine Frau wurde beim Schneiden gestochen und musste wegen einer allergischen Reaktion ins Krankenhaus.
Meldungen aus Köln, Bonn und dem Umland
Über die Internetseite „Vespa velutina“ gehen derzeit drei bis vier Meldungen täglich ein. Diese Plattform informiert nicht nur über die Art, sondern ermöglicht auch die direkte Nestmeldung. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Meldungen bereits verdoppelt, obwohl die Hauptsaison erst begonnen hat. Allein in Köln wird für 2025 mit etwa 1000 Nestern gerechnet.
Beispiele für aktuelle Funde:
- Nest in einer Hecke auf Kopfhöhe – Besitzerin verletzt.
- Nest in einem Kanalschacht nahe eines Kinderspielplatzes – keine Verletzten.
- Nest in einer Auflagenbox auf einer Terrasse – entdeckt von einer zurückgekehrten Urlauberfamilie.
Änderungen bei der Bekämpfung
Früher galt die Asiatische Hornisse nach EU-Verordnung als „invasive Art“. Die Entfernung war meldepflichtig und Aufgabe der Naturschutzbehörden. Seit der Einstufung als „etablierte Art“ sind in der Regel die Eigentümer selbst verantwortlich. Nur in Ausnahmefällen übernehmen Behörden. Viele Betroffene fühlen sich überfordert und setzen sich unnötigen Gefahren aus.
Warnung vor unseriösen Schädlingsbekämpfern
Maresch warnt vor überteuerten Einsätzen durch unseriöse Anbieter. Es liegen Rechnungen von über 600 Euro vor, obwohl seriöse Beseitigungen deutlich günstiger sind:
- Entfernung in Kopfhöhe: ca. 150 Euro
- Entfernung in über 16 m Höhe: ca. 350 Euro (mit Spezialwerkzeug)
Die Unteren Naturschutzbehörden stellen Listen mit vertrauenswürdigen Fachkräften bereit. Oft übernimmt auch die Gebäudeversicherung die Kosten für die Entfernung eines Nestes.
Die Einsatzlage verschärft sich täglich, da sich die Hornissen aktuell in die größeren Sekundärnester zurückziehen. Besonders Rückkehrer aus dem Urlaub stoßen derzeit häufig auf neue Nester in unmittelbarer Nähe ihres Hauses.
Quelle: Kölner Stadt Anzeiger, YouTube/Unser Land, www.milekcorp.com/de/