Inhaltsverzeichnis:
- Bedeutung der Verbindung Bonn–Köln
- Forderungen nach Alternativen
- Zusammenarbeit für ein Übergangskonzept
Bedeutung der Verbindung Bonn–Köln
Täglich nutzen rund 17.000 Berufspendler aus Köln den Weg nach Bonn und etwa 15.000 den umgekehrten Weg. Die Strecke verbindet Bonn nicht nur mit Köln, sondern auch mit Düsseldorf und dem Ruhrgebiet. Sie ist zudem essenziell für den Zugang zahlreicher Bundesbehörden in Bonn nach Berlin über den Kölner Hauptbahnhof. Die geplante Vollsperrung wird durch eine fünfmonatige Generalsanierung und den Neubau von vier Brücken verursacht, was insgesamt zu etwa 24 Monaten Unterbrechung führt.
Die Baumaßnahmen beinhalten
- eine Generalsanierung der linksrheinischen Bahnstrecke
- vier Brückenneubauten mit jeweils hohem logistischen Aufwand
- komplette Sperrungen über mehrere Monate
- umfangreiche Gleis- und Signaltechnikarbeiten
Forderungen nach Alternativen
Oberbürgermeisterin Katja Dörner und die IHK Bonn/Rhein-Sieg verlangen, dass Bonn aktiv in die Abstimmungsgespräche eingebunden wird. Ziel ist es, während der Sperrungen den Pendelverkehr stabil zu halten. In einem Schreiben an die Verantwortlichen werden konkrete Maßnahmen gefordert:
- Regelmäßige und transparente Baufortschrittsmeldungen
- Einführung einer durchgängigen S-Bahn-Verbindung Bonn-Beuel–Köln
- Aufrechterhaltung der ICE-Anbindung über Bonn-Beuel ab 2027
- Prüfung eines temporären Halts in Köln-Süd
- Durchbindung des Regionalexpress RE 5 bis Düsseldorf
Zusammenarbeit für ein Übergangskonzept
Die Unterzeichner des Schreibens, darunter BaFin, Deutsche Telekom AG, DHL Group und Universitätsklinikum Bonn, erklären ihre Bereitschaft zur engen Zusammenarbeit. Ein regelmäßiger Austausch soll helfen, negative Auswirkungen auf die Region zu reduzieren. Die Stadt verweist auf bereits bestehende Einschränkungen im Bonner Bahnverkehr, die durch die neuen Maßnahmen nicht verschärft werden sollen.
Patrick Schnieder, der neue Bundesverkehrsminister, wurde von Katja Dörner direkt angeschrieben. Sie betonte darin die Dringlichkeit, rechtzeitig Lösungen zu finden. Die Region fordert nicht nur einen Erhalt der Mobilität während der Bauzeit, sondern im besten Fall auch eine Verbesserung der Anbindung.
Quelle: Antenne NRW, WDR, IHK Bonn/Rhein-Sieg, Stadt Bonn