Dienstag, 19 August 2025 11:41

Feuerwehren aus Nordrhein-Westfalen unterstützen Spanien

Feuerwehren aus NRW im Einsatz gegen Waldbrände in Spanien Feuerwehren aus NRW im Einsatz gegen Waldbrände in Spanien Pixabay/Foto illustrativ

Mehrere Einheiten aus Nordrhein-Westfalen sind in Spanien eingetroffen, um gegen großflächige Waldbrände zu kämpfen. Die Flammen haben in den letzten zwei Wochen eine Fläche zerstört, die mehr als doppelt so groß wie der Bodensee ist.

Inhaltsverzeichnis:

Einsatzkräfte aus Bonn, Düsseldorf und Leverkusen

In der Nacht kamen Feuerwehrleute aus Bonn, Düsseldorf, Leverkusen, Königswinter und Ratingen in San Sebastian an. Am Sonntag, dem 17.08.2025, starteten sie in Bonn als Konvoi mit 63 Einsatzkräften, 21 Fahrzeugen und drei Anhängern. Unterwegs stießen vier weitere Kräfte sowie zwei Tanklöschfahrzeuge aus Niedersachsen hinzu.

  • Ziel ist die Provinz Extremadura
  • Schwerpunkt ist das Löschen der Feuer am Waldboden
  • Kernstück des Einsatzes ist ein Waldbrandmodul mit spezieller Technik

Spanien forderte die Unterstützung über das EU-Katastrophenschutzverfahren an.

Frank Frenser von der Berufsfeuerwehr Bonn

Frank Frenser beschreibt die Lage als besonders anspruchsvoll. Die Intensität der Flammen sei in Deutschland so nicht bekannt. Zusätzlich erschwerten Topographie und Vegetation die Arbeit. Daher sei der Austausch mit den örtlichen Einsatzkräften entscheidend. Die Brandbekämpfung vor Ort erfordert spezielles Handwerk, angepasst an die Bedingungen Spaniens.

Unterstützung durch Johanniter-Unfallhilfe

Eine Versorgungseinheit der Johanniter-Unfallhilfe wird die Gruppe verstärken. Nach einer Übernachtung in Frankreich soll sie am Dienstagabend in Nordspanien eintreffen.

Die Einheit bringt ein Feldcamp mit:

  1. Feldküche
  2. Sanitäranlagen
  3. Unterkunftszelte

Der Einsatz ist für mindestens 10 bis 14 Tage geplant. Die Johanniter sind zudem für sieben Tage autark ausgerüstet.

Frühere Auslandseinsätze und internationale Hilfe

Die nordrhein-westfälischen Feuerwehrleute haben bereits internationale Erfahrung. 2021 unterstützten sie in Griechenland, 2022 im Großraum Bordeaux. Zusätzlich nahmen sie an einer großen Übung in Portugal teil.

Spaniens Premierminister Pedro Sanchez sprach seine Dankbarkeit aus. Er bezeichnete die aktuellen Maßnahmen als den wahrscheinlich größten Einsatz in der Geschichte des europäischen Katastrophenschutzes. Spanien erhält Hilfe aus der Slowakei, Frankreich, Italien, den Niederlanden und Deutschland.

Quelle: WDR,www.on-the-top.net/de

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