Mittwoch, 15 Januar 2025 21:00

Prozess gegen mutmaßliches „Pink Panther“- Mitglied in Köln

Pink Panther-Prozess Pink Panther-Prozess pixabay/Foto illustrativ

Am Mittwoch, dem 15. Januar 2025, begann unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen ein neuer Prozess gegen ein mutmaßliches Mitglied der international bekannten Räuberbande „Pink Panther“. Der Fall dreht sich um eine Überprüfung der Wertermittlung der Beute und die Strafzumessung.

Inhaltsverzeichnis:

Prozessauftakt in Köln unter strengen Sicherheitsvorkehrungen

Der 36-jährige Angeklagte wurde am Morgen unter Bewachung in einem Gefangenentransporter zum Landgericht Köln gebracht. Bereitschaftspolizisten und Justizwachtmeister sicherten das Gerichtsgebäude. Der Fall hat besondere Brisanz, da die mutmaßliche Zugehörigkeit des Mannes zur „Pink Panther“-Bande internationale Aufmerksamkeit erregt.

Bereits im Jahr 2023 war der Angeklagte wegen eines besonders schweren Raubes zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Dabei sollte auch Vermögen in Höhe von etwa 588.000 Euro eingezogen werden. Die Beute - bestehend aus Luxusuhren, Schmuck und Edelmetallen – war bei einem Überfall auf einen Werttransporter in Esslingen im Oktober 2016 erlangt worden.

Überprüfung der Wertermittlung durch den Bundesgerichtshof

Das ursprüngliche Urteil des Landgerichts Köln wurde vom Bundesgerichtshof (BGH) teilweise bestätigt, allerdings mit Kritikpunkten. Der BGH bemängelte, dass das Gericht die Nettoeinkaufspreise der Beute in Schweizer Franken als Grundlage genommen und in Euro umgerechnet hatte. Stattdessen hätten die in Deutschland erzielbaren Bruttoverkaufspreise berücksichtigt werden müssen. Diese Diskrepanz führte dazu, dass der Fall zur erneuten Verhandlung zurückverwiesen wurde.

Neben der Wertermittlung wird auch die Strafzumessung des Urteils überprüft. Laut BGH fehlte es an einer ausreichenden Begründung, insbesondere in Bezug auf Vorstrafen des Angeklagten, die in Spanien begangen wurden. Der Mann war 2021 in Spanien festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert worden.

Freisprüche und ungelöste Fragen zur „Pink Panther“-Bande

In zwei weiteren Fällen, die Überfälle auf Kölner Juweliere betrafen, war der Angeklagte in erster Instanz freigesprochen worden. Bislang konnte das Gericht nicht feststellen, ob der 36-Jährige tatsächlich zur international agierenden Bande „Pink Panther“ gehört. Diese Bande ist weltweit für spektakuläre Juwelenraube bekannt und operiert über Ländergrenzen hinweg.

Die aktuelle Verhandlung wird voraussichtlich noch zwei weitere Tage dauern. Ein Urteil wird für den 23. Januar 2025 erwartet. Ob neue Erkenntnisse über die mutmaßliche Bande oder den Angeklagten ans Licht kommen, bleibt abzuwarten.

Dieser Prozess ist ein weiterer Schritt im langjährigen Verfahren gegen die mutmaßliche Juwelen-Bande. Die genauen Auswirkungen auf die laufenden Ermittlungen gegen die „Pink Panther“-Gruppe sind jedoch weiterhin ungewiss.

Quelle: www.welt.sn2eorld.com, express.de

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