Dienstag, 30 September 2025 09:32

Schleuser in NRW festgenommen

Festnahme bei Razzia in Nordrhein-Westfalen Festnahme bei Razzia in Nordrhein-Westfalen Pixabay/Foto illustrativ

In Nordrhein-Westfalen hat die Bundespolizei eine groß angelegte Aktion gegen Schleuserkriminalität durchgeführt. Ein 32-jähriger syrischer Staatsangehöriger wurde festgenommen, weil er im Verdacht steht, Schleusungen organisiert und gefälschte Dokumente beschafft zu haben. Zeitgleich durchsuchten die Beamtinnen und Beamten mehrere Wohnungen und Geschäftsräume.

Inhaltsverzeichnis:

Festnahme in Nordrhein-Westfalen

Die Ermittlungen begannen im Januar 2025. Zunächst führte die Staatsanwaltschaft Bochum das Verfahren, später übernahm die Staatsanwaltschaft Wuppertal. Der 32-jährige Syrer steht im Verdacht des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern sowie der Urkundenfälschung. Er verfügt über eine befristete Aufenthaltsgestattung für Deutschland.

In den frühen Morgenstunden erfolgte der Zugriff. Bei Wohnungsdurchsuchungen in Städten wie Mettmann, Bonn, Witten und Sprockhövel konnte der Mann festgenommen werden. In Witten stießen die Einsatzkräfte außerdem auf eine funktionsfähige halbautomatische Pistole.

Ermittlungen gegen Brüder und Unterstützer

Neben dem Hauptbeschuldigten stehen auch drei seiner Brüder im Fokus. Die Männer im Alter von 31, 29 und 26 Jahren sollen eine aktive Rolle gespielt haben. Sie besitzen alle eine befristete Aufenthaltserlaubnis. Ihnen wird vorgeworfen, als Unterstützer, Finanzdienstleister oder Fahrzeugbeschaffer an den Schleusungen beteiligt gewesen zu sein.

Zusätzlich konnte ein 42-jähriger deutsch-irakischer Staatsangehöriger identifiziert werden. Auch er gilt als mutmaßlicher Unterstützer. Damit richtet sich das Verfahren gegen insgesamt fünf Personen.

Vorgehensweise der Gruppe

Nach Erkenntnissen der Ermittler folgte die Gruppe einem klaren Tatplan. Die Vorwürfe im Einzelnen:

  1. Anwerbung syrischer Staatsangehöriger ohne gültige Einreise- und Aufenthaltsdokumente.
  2. Organisation der Schleusung über die türkisch-griechische Grenze mit Lastkraftwagen.
  3. Beschaffung gefälschter Identitätsdokumente gegen Bezahlung.
  4. Ermöglichung der Einreise nach Deutschland per Flugzeug.

Die Ermittlungen machten deutlich, dass die Schleusungen professionell organisiert und arbeitsteilig durchgeführt wurden.

Einsatz der Bundespolizei

An der Aktion waren rund 120 Kräfte der Bundespolizei beteiligt. Bei den Durchsuchungen stellten sie neben der Schusswaffe zahlreiche Mobiltelefone und Dokumente sicher. Die Beweismittel sollen nun ausgewertet werden, um die Struktur und Abläufe der Gruppe weiter aufzuklären.

Der festgenommene Syrer wird noch am selben Tag dem Haftrichter am Amtsgericht Wuppertal vorgeführt. Über eine mögliche Untersuchungshaft entscheidet das Gericht. Die Ermittlungen zu den weiteren Beschuldigten dauern an.

Quelle: PRESSEPORTAL, WDR

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