Samstag, 03 Januar 2026 14:50

Stauprognose 2026 NRW

Baustellen prägen den Verkehr in NRW 2026. Baustellen prägen den Verkehr in NRW 2026. Foto: Pixabay / Lizenz: Pixabay

Der Blick auf das Jahr 2026 bringt für Autofahrer in Nordrhein-Westfalen wenig Entlastung. Die Verkehrslage bleibt angespannt, Staus und Baustellen prägen den Alltag. Prognosen deuten auf eine Fortsetzung der bekannten Probleme hin. Auch neue Freigaben ändern daran kaum etwas. Zahlen, Zeiträume und konkrete Projekte bestimmen die Planung. Vergleichbare Belastungen zeigten sich bereits bei einem Lkw-Unfall auf der BAB 59, der den Verkehr über Stunden lahmlegte.

Inhaltsverzeichnis:

Nordrhein-Westfalen Autobahnen

Nordrhein-Westfalen wird den Titel des Staulandes Nummer 1 voraussichtlich behalten. Der ADAC rechnet 2026 mit zahlreichen Autobahnbaustellen. Selbst die kurz vor Weihnachten erfolgte Freigabe eines ersten Teilstücks der Rahmede-Talbrücke auf der A45 im Sauerland bringt keine Trendwende. Rund 60 Prozent aller baustellenbedingten Verkehrseinschränkungen auf deutschen Autobahnen liegen in NRW. Diese Zahl verdeutlicht die strukturelle Belastung des Netzes. Zusätzliche Risiken entstehen dort, wo Bauarbeiten und Unfälle zusammentreffen, wie bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A555.

Deutsche Bahn Köln Wuppertal Hagen

Neben den Autobahnen verstärkt auch der Schienenverkehr die Lage. Die Deutsche Bahn plant 2026 zwei Generalsanierungen auf stark befahrenen Strecken. Von Februar bis Juni ist der Abschnitt zwischen Köln, Wuppertal und Hagen betroffen. Von Juli bis Dezember folgt die rechte Rheinseite zwischen Troisdorf und Wiesbaden. Der ADAC erwartet eine deutliche Verlagerung von Pendlern auf das Auto. Bereits frühere Störungen, etwa bei der Evakuierung zweier Züge in Köln-Zollstock, zeigten die unmittelbaren Folgen für den Straßenverkehr.

Autobahn GmbH Rheinland Brücken

Ein zentrales Problem bleiben marode Bauwerke. Die Autobahn GmbH Rheinland verweist auf komplexe Planungen und begrenzte Alternativen. „Die Planungen laufen auf Hochtouren. Wir hoffen, dass wir wenigstens Ausnahmen für Rettungsfahrzeuge und Busse machen können“, teilte eine Sprecherin mit. „Wir bekommen selbst große Probleme, wenn wir beispielsweise im Winterdienst die Brücke nicht mehr mit unseren schweren Fahrzeugen nutzen können.“ Besonders die Bonner Nordbrücke auf der A565 entwickelt sich zum Engpass mit unklaren Folgen für den Schienenersatzverkehr.

Oliver Krischer Patrick Schnieder

NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer wandte sich kurz vor Weihnachten mit einem dringenden Schreiben an Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. Ziel ist ein schneller Neubau der Bonner Nordbrücke nach dem Vorbild der Rahmede-Brücke. Auch die Wiehltalbrücke auf der A4 zwischen Gummersbach und Wiehl/Bielstein bereitet Sorgen. Sie muss mindestens ein weiteres Jahr durchhalten, bevor Ende 2026 Instandsetzungsarbeiten beginnen können. Eine Sperrung für den Lkw-Verkehr kann nicht ausgeschlossen werden. Der Bund plant dort eine Schrankenanlage gegen überladene Fahrzeuge.

Leverkusener Rheinbrücke Zeitplan

Die Fertigstellung des zweiten Teils der Leverkusener Rheinbrücke verschiebt sich auf das Frühjahr 2027. Das entspricht einer Verzögerung von rund drei Monaten. „Ja, wir haben einen leichten Zeitverzug“, bestätigte die Autobahn GmbH. Ursache sind lange Hochwasserphasen am Rhein. Spielräume für weitere Verzögerungen bestehen kaum noch.

Top 10 Baustellen 2026

Die Verkehrsleitzentrale Leverkusen der Autobahn GmbH nennt für 2026 die Abschnitte mit dem höchsten Staurisiko:

  1. A1 AS Köln-Niehl – Arbeiten an der Leverkusener Rheinbrücke
  2. A1 AK Dortmund/Unna – Kreuz Kamen – Brückenerneuerungen und Ausbau
  3. A2 AD Bottrop – AK Oberhausen – vollständige Fahrbahnsanierung
  4. A2 AS Gelsenkirchen-Buer – AK Recklinghausen – Neubau von zwei Brücken
  5. A3 AD Köln-Heumar – Neubau von drei Brücken
  6. A3/A40 AK Breitscheid – AK Kaiserberg – Ausbau des Knotenpunkts
  7. A43 AK Recklinghausen – AS Bochum-Riemke – Ausbau auf sechs Fahrstreifen
  8. A57 Krefeld-Oppum – Kreuz Meerbusch – Ausbau bis Ende 2027
  9. A59 Monheim – Düsseldorf-Süd – monatelange Vollsperrungen
  10. A565/A562 Bonn – mehrere Maßnahmen rund um die Bonner Rheinbrücken

Die Übersicht zeigt, dass Autofahrer 2026 in Nordrhein-Westfalen mit langanhaltenden Einschränkungen rechnen müssen. Umfang und Dichte der Maßnahmen lassen kaum Spielraum für Entlastung.

Quelle: EXPRESS, SN2 WORLD

FAQ

Warum wird Nordrhein-Westfalen auch 2026 stark von Staus betroffen sein?

Nordrhein-Westfalen bleibt 2026 besonders belastet, weil sich dort rund 60 Prozent aller baustellenbedingten Verkehrseinschränkungen auf deutschen Autobahnen konzentrieren und zahlreiche Großprojekte parallel umgesetzt werden.

Welche Rolle spielen Autobahnbaustellen im Jahr 2026?

Autobahnbaustellen sind der wichtigste Faktor für die Stauentwicklung, da viele zentrale Abschnitte wie die A1, A2, A3, A43 und A57 gleichzeitig saniert, erweitert oder mit neuen Brücken ausgestattet werden.

Wie beeinflussen Bahnarbeiten den Straßenverkehr in NRW?

Die geplanten Generalsanierungen der Deutschen Bahn zwischen Köln, Wuppertal, Hagen sowie entlang der rechten Rheinseite führen dazu, dass viele Pendler zeitweise auf das Auto ausweichen und damit den Straßenverkehr zusätzlich belasten.

Warum sind Brücken ein zentrales Problem für den Verkehr?

Viele Brücken in NRW gelten als marode, unterliegen Gewichtsbeschränkungen oder müssen kurzfristig saniert werden, was Sperrungen, Umleitungen und ein erhöhtes Staurisiko zur Folge hat.

Welche Autobahnabschnitte gelten 2026 als besonders stauanfällig?

Zu den besonders stauanfälligen Bereichen zählen unter anderem die A1 bei Köln-Niehl, die A3 am Autobahndreieck Köln-Heumar, der Raum Kaiserberg sowie mehrere Abschnitte im Großraum Bonn und Ruhrgebiet.

Informationen

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