Inhaltsverzeichnis:
- Standorte Bonn-Röttgen und Heiderhof
- Naturschutz und Kosten
- Proteste aus der Bevölkerung
- Entscheidung mit Wirkung
Standorte Bonn-Röttgen und Heiderhof
Betroffen sind die geplanten Windkraftanlagen in Bonn-Röttgen sowie auf dem Heiderhof im Stadtbezirk Bad Godesberg. Beide Flächen galten als mögliche Standorte für moderne Windenergieanlagen. Vorgesehen waren Bauwerke mit einer Gesamthöhe von 240 Metern. Damit hätten sie deutlich über die Silhouette der Region hinausgeragt.
Mit der Streichung sind diese Flächen nicht mehr Teil des regionalen Ausbaukonzepts. Ersatzstandorte innerhalb Bonns wurden nicht benannt. Für die Stadt ist das Projekt damit endgültig abgeschlossen. Andere kommunale Themen, wie Infrastruktur oder Verkehr, bleiben dagegen weiter auf der politischen Agenda, mehr hier.
Naturschutz und Kosten
Bereits im Sommer 2024 waren die Planungen unterbrochen worden. Als Gründe galten steigende Kosten sowie naturschutzrechtliche Einwände. Am Standort Heiderhof hatte sich erneut ein seltenes Wespenbussard-Pärchen angesiedelt. Das Nest lag in unmittelbarer Nähe der vorgesehenen Fläche.
Die Unterlagen wurden daraufhin zurückgestellt. Eine Wiederaufnahme war erst nach dem Abzug der Tiere vorgesehen. Diese Voraussetzung wurde nicht erfüllt. In der Folge blieb das Projekt ruhend und wurde schließlich vollständig aus dem Plan gestrichen.
Proteste aus der Bevölkerung
Zusätzlich zum Naturschutz spielte der Widerstand aus der Bevölkerung eine wichtige Rolle. In Bonn-Röttgen und auf dem Heiderhof kam es zu zahlreichen Anwohnerprotesten. Im Mittelpunkt stand vor allem die geplante Höhe der Anlagen.
- Gesamthöhe der Windräder von 240 Metern
- Weite Sichtbarkeit im gesamten Stadtgebiet
- Geringer Abstand zu Wohngebieten
Die Einwände begleiteten das Verfahren über mehrere Monate. Sie wurden im Rahmen der regionalen Abwägung berücksichtigt.
Entscheidung mit Wirkung
Mit der Anpassung des regionalen Energiekonzepts ist die Entscheidung verbindlich. Die Windrad-Pläne gehören nicht mehr zur regionalen Strategie für erneuerbare Energien. Neue Genehmigungsverfahren für diese Standorte sind nicht vorgesehen.
Für Bonn bedeutet dies klare Verhältnisse in der Stadtentwicklung. Die geplanten Anlagen werden nicht realisiert. Gleichzeitig bleibt das Thema Nachhaltigkeit präsent, etwa durch städtische Initiativen oder bundesweite Entwicklungen, siehe hier.
Quelle: WDR, EXTRATIMEOUT
FAQ
Warum wurden die Windrad-Pläne in Bonn gestrichen?
Die geplanten Windkraftanlagen wurden aus dem regionalen Energiekonzept entfernt, weil Kosten- und Naturschutzgründe sowie anhaltende Anwohnerproteste gegen das Projekt sprachen.
Welche Standorte in Bonn waren von den Planungen betroffen?
Geplant waren Windräder in Bonn-Röttgen sowie auf dem Heiderhof im Stadtbezirk Bad Godesberg. Beide Standorte sind nicht mehr Teil des regionalen Konzepts.
Welche Rolle spielte der Naturschutz bei der Entscheidung?
Am Heiderhof hatte sich ein seltenes Wespenbussard-Pärchen angesiedelt. Das Nest lag nahe am vorgesehenen Standort, weshalb die Planungen zunächst ausgesetzt und später vollständig gestrichen wurden.
Wie hoch sollten die geplanten Windräder werden?
Die Windkraftanlagen waren mit einer Gesamthöhe von 240 Metern geplant und hätten damit den Kölner Dom deutlich überragt.
Sind neue Windrad-Projekte in Bonn geplant?
Nein, mit der Anpassung des regionalen Energiekonzepts sind keine neuen Genehmigungsverfahren für Windkraftanlagen an den bisherigen Bonner Standorten vorgesehen.